Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat jetzt die 28 ausgewählten Projekte der dritten Staffel der “Modellprojekte Smart Cities” bekanntgegeben. Und das Konsortium aus Stadt Flensburg, Kreis Nordfriesland und Kreis Schleswig-Flensburg zählt dazu.

„Ich freue mich und beglückwünsche gleichzeitig insbesondere den Kreis Schleswig-Flensburg und die Stadt Flensburg, dass ihr Modellprojekt dazu gehört. Bei einer Förderquote von 65 Prozent steht damit eine Fördersumme von über 11 Mio. Euro zur Verfügung“, so die Bundestagsabgeordnete Petra Nicolaisen.

„Die fortschreitende Digitalisierung wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Städte und Gemeinden müssen und wollen sich dem digitalen Wandel stellen und die damit verbundenen Chancen nutzen. Smart City` bedeutet eine intelligent vernetzte Region, die die Bedürfnisse aller Bürgerinnen und Bürger in den Vordergrund stellt, diese Bedürfnisse aber in Einklang mit Natur und Umwelt bringt. Aktuell befindet sich z.B. das Amt Süderbrarup in der Entwicklung einer Smart City Strategie für den ländlichen Raum.“

Wie kam es zu dem Antrag? Am 14. März hat ein Konsortium aus Stadt Flensburg, Kreis Nordfriesland und Kreis Schleswig-Flensburg einen gemeinsamen Antrag im Rahmen des Wettbewerbs „Smart-Cities-Made-In.de“ des Bundesinnenministeriums eingereicht. Mit Unterstützung der Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg sowie der beiden Landräte wurden insgesamt 280 Akteure aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eingeladen, an der Entwicklung des Antrages teilzunehmen. In sechs Workshops wurden Ideen in den Themenbereichen Gesundheit, Grüne Energie und Mobilität sowie Wohnen/Arbeit/Nahversorgung entwickelt. In einem zweiten Schritt wurden dann konkrete Ziele und Projektideen ausgebildet, die im Rahmen des Antrages verarbeitet wurden.

Was ist das Anliegen des Bundes? Mit den Modellprojekten Smart Cities unterstützt die Bundesregierung Kommunen dabei, die Digitalisierung strategisch im Sinne einer integrierten, nachhaltigen und gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung zu gestalten. Die Modellprojekte Smart Cities entwickeln und erproben sektorenübergreifende digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft. Die Modellprojekte 2021 stehen unter dem Motto „Gemeinsam aus der Krise: Raum für Zukunft.“ Die geförderten Projekte sollen aufzeigen, wie die Qualitäten der europäischen Stadt in das Zeitalter der Digitalisierung übertragen werden können.

Für die dritte Staffel stehen 300 Millionen Euro Programmmittel zur Verfügung. Die Bundesregierung hatte mit dem Konjunktur- und Zukunftspaket im Juni 2020 beschlossen, die Förderung der Modellprojekte Smart Cities fortzusetzen und auf insgesamt 820 Millionen Euro aufzustocken. Auf den Aufruf hatten sich 94 Städte, Kreise und Gemeinden sowie interkommunale Kooperationen aus ganz Deutschland beworben.